Der Leitfaden für deine Schwangerschaft und Hebammensuche

Lese hier, was du alles während deiner Schwangerschaft beachten musst, wie dir deine Hebamme hilft und wie du am besten deine Hebamme findest.

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Inhalt

Rechtliches & Krankenversicherung

Habe ich das Recht auf die Betreuung durch eine Hebamme?

Laut § 24d Sozialgesetzbuch besteht in Deutschland für Familien in der gesetzlichen Krankenversicherung Anspruch auf Hebammenhilfe während der Schwangerschaft (inklusive Schwangerenvorsorge und geburtsvorbereitende Kurse), bei und nach der Entbindung im Rahmen der Wochenbettbetreuung bis zum Ablauf von zwölf Wochen nach der Geburt. Zudem besteht über diesen Zeitraum hinaus zum Beispiel bei Stillproblemen oder Ernährungsschwierigkeiten des Säuglings ein Anspruch auf die Beratung einer Hebamme. Darunter fällt zudem auch die Rückbildungsgymnastik, welche auch meist von Hebammen angeleitet wird.

Was kostet mich die Betreuung durch eine Hebamme?

Da die Betreuungskosten der Hebammenhilfe durch die gesetzliche Krankenversicherung abgedeckt sind und die Hebammen diese Leistung direkt mit der zuständigen Krankenkasse abrechnen, musst du generell nichts bezahlen oder vorstrecken. Meistens reicht es, der Hebamme deine Versichertennummer oder Karte zu geben, den Rest erledigt sie direkt mit der Kasse. Die meisten privaten Krankenversicherungen übernehmen ebenfalls die Kosten für die Beratung und Betreuung durch eine Hebamme. Da private Krankenversicherungen aber unterschiedliche Leistungskataloge haben, ist es sinnvoll sich die Übernahme der Kosten schriftlich von der Krankenversicherung bestätigen zu lassen.

Unter anderem sind folgende Leistungen der Hebamme für dich kostenfrei:

  • Ein Vorgespräch plus bis zu 12 darauffolgende persönliche oder telefonische Beratungen vor der Geburt
  • Geburtsvorbereitungskurs und Rückbildungskurs
  • Schwangerenvorsorge inklusive Beratung bei Schwangerschaftsübelkeit, Wassereinlagerungen oder vorzeitigen Wehen
  • Wochenbettbetreuung nach der Entbindung
    • Versorgung des Neugeborenen, Abheilung des Nabels, etc
    • Rückbildung der Gebärmutter und des Beckenbodens
    • Hilfestellung beim Stillen, Stillberatung

Übernimmt die Krankenkasse alle Hebammenleistungen?

Die wichtigsten Hebammenleistungen sind abgedeckt. Meist bieten Hebammen kostenpflichtige Zusatzangebote an wie z.Bsp. Akupunktur, Homöopathie oder Naturheilmethoden, um Schwangerschaftsbeschwerden zu lindern. Oft sind auch die beliebten Babymassagekurse oder das Babyschwimmen keine Kassenleistungen. Nimmt dein Partner auch am Geburtsvorbereitungskurs teil, so wird dessen Anteil nicht immer von den Krankenkassen bezahlt.

Immer mehr Hebammen haben geburtsvorbereitende Yoga-Kurse für Schwangere im Angebot, welche aber oft von den Kassen nicht bezahlt werden. Säuglingspflegekurse sind ein Zusatzangebot, wo die Hebamme den werdenden Eltern den Umgang mit dem Neugeborenen zeigt und beispielsweise Wickeltechnik und diverse Anschaffungen beleuchtet. Auch die beliebten PEKiP-Kurse (Prager Eltern-Kind-Programm zur Frühförderung des Babys) müssen zusätzlich aus eigener Tasche bezahlt werden.

Bei Beleghebammen wird die Bereitschaftspauschale oft nur teilweise von den Kassen übernommen.

Unser Tipp: Frage bezüglich der Zusatzleistungen bei deiner Krankenkasse nach, welche Angebote im Leistungsspektrum der Krankenversicherung enthalten sind.

Weitere Info

Deine Schwangerschaft

Bin ich schwanger?

Die ersten Schwangerschaftsanzeichen oder Schwangerschaftssymptome kommen meist schon vor dem Ausbleiben deiner ersten Regelblutung (Periode): Übelkeit, Müdigkeit, Völlegefühl, Schwindel, Blähungen, Ziehen im Unterleib oder ein Spannungsgefühl in den Brüsten sind einige Anzeichen.

Zudem führen hormonbedingte Veränderungen in deinem Körper zu Symptomen wie ein vermehrter Harndrang, Heißhunger oder Ekel vor bestimmten Speisen wie Kaffee und warmen Fleisch sowie Zigaretten und Alkohol. Deine Brüste wachsen und werden berührungsempfindlich.

Auch wenn eine oder sogar alle diese Schwangerschaftsanzeichen ausbleiben, kann es trotzdem sein dass du schwanger bist. Das variiert stark von Frau zu Frau, manche spüren kaum eine Veränderung in ihrem Körper, andere fühlen bereits sehr früh, dass sie ein Kind erwarten.

Am Ende kann dir nur ein Schwangerschaftstest zeigen, ob du wirklich schwanger bist. Die üblichen Urin-Tests gibt es rezeptfrei in allen Drogeriemärkten und Apotheken. Zudem bieten sowohl deine Hebamme als auch dein Frauenarzt einen Schwangerschaftstest kostenlos an, wo deine Schwangerschaft über sicher Bluttest bestätigt wird.

Wie berechne ich meinen Geburtstermin?

Du kannst deinen voraussichtlichen Entbindungstermin (ET) sehr einfach im Kopf mit der sogenannten Naegele-Regel berechnen. Einfach zum ersten Tag deiner letzten Regel 7 Tage addieren und dann drei Monate abziehen, also: (erster Tag der letzten Regel) + 7 Tage - 3 Monate. Als Ergebnis erhältst du einen Monatstag als voraussichtlichen Geburtstermin des Kindes.

Eine Beispiel-Berechnung: Deine letzte Periode begann am 5. Mai. Addiere hierzu 7 Tage, so kommst du auf den 12. Mai. Ziehe drei Monate ab: 12. Februar – das ist der berechnete Geburtstermin.

Im Internet findest du auch zahlreiche Geburtsterminrechner, bei welchen du üblicherweise nur den ersten Tag deiner letzten Periode und deine Zyklus-Länge eingeben musst. Da die Länge des weiblichen Zyklus zwischen 20 und 45 Tagen variiert, kannst du deine durchschnittliche Länge ermitteln, indem du die Zeitspanne abzählst zwischen dem ersten Tag deiner letzten Regelblutung und dem letzten Tag vor deiner nächsten Menstruation.

Erste Schritte wenn du schwanger bist

Ist dein Schwangerschaftstest positiv und die Schwangerschaft von deiner Hebamme oder Frauenarzt bestätigt, gibt es ein paar wichtige Dinge, um die du dich lieber früher als später kümmern solltest.

  1. Hole dir einen Termin zur Vorsorgeuntersuchung bei deiner Hebamme oder Frauenärztin. Bei diesem Termin wird dir unter anderem auch der Mutterpass ausgestellt.
  2. Suche dir eine Hebamme, welche dich während der Schwangerschaft und nach der Geburt betreut und begleitet. Am besten findest du deine Hebamme bei Midiaid.
  3. Falls du mit deiner Wunsch-Beleghebamme oder in einem Geburtshaus entbinden willst, solltest du auch diese schon frühzeitig suchen und z.Bsp. über die Schwangerschaftsberatungsstellen, Geburtskliniken / Geburtshäusern sowie deine Frauenärztin kontaktieren und dich anmelden.
  4. Informiere deinen Arbeitgeber von deiner Schwangerschaft und dem voraussichtlichen Geburtstermin. Dies ist zwar nicht verpflichtend, ist aber aufgrund von Mutterschutz und Kündigungsschutz sinnvoll. Zudem kannst du so besser in deiner Schwangerschaft vor Gefährdungen oder Gesundheitsschädigungen am Arbeitsplatz geschützt werden.
  5. Melde dich und ggf. deinen Partner bis zur ca. 20. Schwangerschaftswoche (SSW) zu einem Geburtsvorbereitungskurs an. Oft werden auch Kurse zur Säuglingspflege angeboten.
  6. Spätestens im zweiten Schwangerschaftsdrittel solltest du dir eine Klinik oder ein Geburtshaus für deine Entbindung auswählen und dich anmelden.
  7. Frühestens eine Woche vor Beginn der Mutterschutzfrist, also in der Regel sechs Wochen vorm ET, solltest du das Mutterschaftsgeld bei deiner Krankenkasse beantragen.

Hier findest du weitere wichtige Punkte und die komplette Schwangerschafts-Checkliste.

Deine Hebamme suchen

Wann sollte ich eine Hebamme suchen?

Du solltest so früh wie möglich, am besten gleich nach dem Feststellen der Schwangerschaft eine Hebamme für deine Betreuung in der Schwangerschaft und im Wochenbett suchen. Einen zu frühen Zeitpunkt gibt es nicht, da dich die Hebamme auch im Falle einer Fehlgeburt unterstützen kann. Diese Aufgabe ist eine der schwierigsten und stressigsten der gesamten Schwangerschaft, da die Nachfrage in vielen Regionen, vor allem in Großstädten sehr groß ist und viele Hebammen nur begrenzte Kapazitäten für Betreuungsplätze haben.

Wie finde ich eine Hebamme?

  • Im Internet: Es gibt viele Online-Hebammensuchen und Hebammenlisten
  • Bei regionalen Hebammenzentralen
  • Kontaktiere eine Hebammenpraxis oder ein Geburtshaus in deiner Nähe, vor allem wenn du an einer Beleggeburt oder Geburtshausgeburt interessiert bist
  • Frage in deiner ausgewählten Geburtsklinik nach der Hebammenliste mit den dort angestellten Hebammen
  • Regionale Hebammenlisten von den Hebammen-Kreisverbänden
  • Über den Hebammenverband deines Bundeslandes oder des Deutschen Hebammenverbands
  • Bei Midiaid, der Online-Hebammensuche

Warum ist die Hebammensuche so schwierig?

Vermutlich hast du schon von der ein oder anderen Freundin oder Bekannten gehört, wie schwierig es ist, in Deutschland vor allem in den Ballungsräumen, eine Hebamme zu finden. Warum ist das so?

Hebammenmangel

Es herrscht akuter Hebammenmangel. Viele Hebammen hängen ihren wunderbaren Beruf aufgrund des unangemessenen Verdienstes, von Überarbeitung und schlechten Arbeitsbedingungen oder der zu hohen Prämien für die Berufshaftpflichtversicherung an den Nagel. Zudem kommen nicht genügend neue Hebammen nach, weil für viele junge Frauen der Hebammenberuf zu belastend, unprofitabel und daher nicht attraktiv genug ist. Durch die Schichtarbeit in der Klinik und die vielen Hausbesuche bei den Familien und dem damit verbundenen Fahrtaufwand ist der Hebammenberuf auch nicht sehr familienfreundlich.

Auf der anderen Seite sind in den letzten Jahren die Geburtenraten gestiegen, weshalb nun eine relativ geringe Menge an Hebammen (ca. 20.000) auf eine immer größer werdende Anzahl an Mamas im Jahr kommt (800.000 Geburten im Jahr 2019). Die meisten Hebammen sind deshalb ständig ausgebucht, weil sie im Schnitt 40 Frauen im Jahr betreuen müssten, ihre Kapazitäten aber weit unter diesem Wert liegen. Viele Hebammen arbeiten nicht in Vollzeit, da sie selbst Familien haben und zudem ja auch noch in der Klinik im Kreißsaal tätig sind. Deshalb ist es so schwierig, eine Hebamme für deine Wochenbettbetreuung zu finden.

Weitere Info zum Hebammenmangel in unseren Großstädten

Nachteile der Hebammensuche per Telefon und Email

Es gibt sowohl im Internet als auch auf Papier viele viele Hebammenlisten. Diese Kontaktlisten sind oft per PLZ-Gebiet gruppiert und zeigen dir, welche Hebammen in deiner Umgebung welche Leistungen anbieten (Standard sind oft Wochenbettbetreuung und Schwangerenvorsorge). Die Einträge zeigen den Namen der Hebamme, deren Leistungen und deren Kontaktdaten wie Email und Telefonnummer. So, und jetzt kannst du anfangen, dich durchzutelefonieren und viele Emails zu schreiben. Denn leider siehst du bei all diesen Listen nicht, ob die Hebamme auch noch Kapazitäten für deine Anfrage hat. Viele Familien schreiben bis zu 50 Emails und führen bis zu 40 Telefonate, bis sie endlich Glück haben. Zudem musst du immer wieder die gleichen Infos (Deinen ET, Addresse, Anzahl der bisherigen Geburten usw.) kommunizieren. Das ist ganz schön nervig und anstrengend.

Über die Hebammenzentrale suchen

Hebammenzentralen sind regional organisierte Vermittlungen, die freiberufliche Hebammen in arbeitsorganisatorischen Prozessen unterstützen. Kleine Teams von meist freiberuflichen Hebammen verwalten die Kapazitäten der Hebammen in ihrer Region und leiten passende Anfragen von suchenden Frauen weiter. Es lohnt sich also, dich bei der Hebammenzentrale in deiner Nähe zu melden. Leider gibt es nicht überall eine Hebammenzentrale und es ist nicht garantiert, dass du dort deine Hebamme findest.

Was tun, wenn ich schon kurz vorm Geburtstermin stehe?

Wenn dein ET schon sehr bald ist und du immer noch keine Hebamme gefunden hast, solltest du es umgehend bei der Midiaid Hebammensuche versuchen. Viele Hebammen helfen bei Midiaid in dringenden Fällen aus - und zwar unabhängig von ihren Kapazitäten - du erkennst diese Hebammen an der Last Minute Anfragen Markierung im Suchergebnis. Deine Anfragen werden zudem speziell markiert und die Hebamme sieht sofort, dass du "in Not" bist.

Zudem bietet Midiaid die Liste für Suchende an. Wenn du dich hier einträgst, sehen dich alle bei Midiaid registrierten Hebammen in deiner Umgebung und können dich buchen. Wenn dein ET weniger als 6 Wochen bevor steht, wird dein Eintrag in der Liste als dringend markiert. Viele Hebammen nehmen gerne Frauen an, wenn sie in ihrer unmittelbaren Umgebung wohnen und der Fahrtweg nicht allzu groß ist. Hier solltest du dich auf jeden Fall eintragen. Lese hier nach wie die Liste für Mamas auf Hebammensuche genau funktioniert .

Eine Online-Hebammensuche macht am meisten Sinn

Die Midiaid Hebammensuche löst das Problem der knappen Hebammen-Resourcen auf intelligente Weise: Bei der Hebammensuche werden die Kapazitäten der Hebammen automatisch berechnet und dir somit nur diejenigen Hebammen angezeigt, welche deine Anfrage potentiell noch akzeptieren können. Du gibst einfach nur deine PLZ und deinen Geburtstermin ein und bekommst alle Hebammen in deiner Umgebung mit freien Kapazitäten. Zudem siehst du die durchschnittliche Antwortzeit und weitere Anhaltspunkte, um dich schnell für eine passende Hebamme entscheiden zu können. Die Anfrage sendest du komfortabel online, ohne deine Daten zig mal neu eingeben zu müssen.

Deine Hebamme kontaktieren und buchen

Welche Informationen braucht die Hebamme für eine Anfrage?

Hebammen erhalten oft Anfragen mit unvollständigen Angaben über die Schwangerschaft der Frauen und müssen dann nachhaken, was deren Zeit und Nerven raubt und oft zum Ignorieren solcher Anfragen führt. Um deine Anfrage optimal beantworten zu können, braucht die Hebamme folgende Angaben von dir:

  • Deinen errechneten Entbindungstermin (ET)
  • Deine Gravidität und Parität: Wie oft warst du schon schwanger und wieviele Geburten hast du schon gehabt?
  • Welche Art von Betreuung ist erwünscht? Schwangerenvorsorge, Wochenbettbetreuung (manchmal auch Nachsorge genannt) oder beides
  • Welche zusätzlichen Leistungen sind erwünscht? Akupunktur, Babybauch-Massage etc.
  • Kontaktdaten wie Email und Telefonnummer
  • Deine Adresse
  • Deine Versichertennummer

Was hilft mir, von der Hebamme ausgewählt zu werden?

Wenn du bei deiner Anfrage alle benötigten Angaben hinzugefügt hast, ist die erste Hürde gemeistert. Trotzdem werden viele Anfragen abgelehnt. Nicht immer hat das mit den vollen Kapazitäten der Hebammen zu tun. Viele Familien fragen bei Hebammen an, die nicht in deren Einzugsgebiet wohnen. Die Distanz zur angefragten Hebamme ist essentiell - ist diese zu groß, kommt meist sofort eine Absage. Hebammen bekommen für ihre Pendelzeiten keine Vergütung, d.h. sie versuchen, die Distanz zu ihren Hausbesuchen so gering wie möglich zu halten. Da Hebammen ständig unterwegs sind und viel Zeit auf der Straße verbringen, müssen sie ihre Besuche optimal verbinden. Konzentriere dich deshalb auf Hebammen in deiner unmittelbaren Umgebung.

Hebammen bevorzugen für gewöhnlich privat Versicherte, da sie in solchen Fällen einen höheren Betrag gegenüber der Krankenkasse abrechnen können und somit finanziell besser dastehen. Du musst wissen, dass Hebammen als Klinik-Angestellte im Kreißsaal-Schichtdienst im Verhältnis zur enormen Verantwortung während der Entbindung nicht angemessen finanziell kompensiert werden.

Warum bekomme ich so viele Absagen?

Die meisten Hebammen sind aufgrund des chronischen Hebammenmangels in Deutschland ständig überbucht. Es kommen einfach zu viele schwangere Frauen auf die relativ überschaubare Anzahl an freiberuflichen Hebammen.

Zudem berücksichtigen die meisten Hebammen-Kontaktlisten im Internet nicht die Kapazitäten der Hebammen. Die Midiaid Online-Hebammensuche hilft!

Wieviele Absagen sind üblich?

Viele Frauen machen bis zu 50 Anfragen, bis sie ihre Hebamme gefunden haben. Ein ewiges Telefonieren und Emailen. Dies ist sowohl für die schwangeren Frauen als auch für die Hebammen sehr anstrengend und stressig, da das Ablehnen der Frauen eine nicht nur zeitliche, sondern auch eine emotionale Belastung für Hebammen darstellt.

Hebamme buchen und Betreuungsvertrag erhalten

Gehörst du zu den glücklichen Mamas, die relativ zeitnah eine Zusage von einer Hebamme bekommen haben, ist der nächste Schritt, einen Betreuungsvertrag mit deiner Hebamme zu unterschreiben. Dieser Vertrag sichert dir die Betreuung deiner Hebamme auch auf dem rechtlichen Weg und legt fest, welche Rechte, Pflichten und Leistungen du von deiner Hebamme erwarten kannst. Den Vertrag erhältst du meist beim Erstgespräch mit deiner Hebamme.

Die Betreuung durch deine Hebamme

Du hast deine Hebamme endlich gefunden und eine Zusage erhalten. Erfahre hier, welche Arten von Betreuung eine Hebamme leistet und wie sie dich während deiner Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett unterstützt.

Was macht eine Hebamme?

Deine Hebamme kann dich während dem kompletten Verlauf deiner Schwangerschaft, der Entbindung und nach der Geburt im Wochenbett und in der Stillzeit unterstützen und beraten. Sie ist deine ständige Begleiterin im vermutlich größten Abenteuer deines Lebens: Eine Familie zu gründen und nicht mehr nur für dich allein verantwortlich sein. Sie kümmert sich sowohl um deine Gesundheit als auch um das Wohlergehen deines Babys. Durch ihre Expertise und Erfahrung kann sie sämtliche Risiken sehr gut abschätzen und begleitet deine Schwangerschaft und Geburt als etwas Natürliches. Sie geht immer vom Guten aus, anstatt ständig Sorgen zu verbreiten. Stress wirkt sich sehr negativ auf dich und dein Baby aus. Du brauchst eine Stütze in dieser Zeit, in der sich für dich als werdende Mama alles ändert und so viel Neues auf dich zukommt.

Was passiert in der Schwangerenvorsorge?

Die Schwangerenvorsorgeuntersuchungen kannst du sowohl bei deiner Frauenärztin als auch bei deiner Hebamme erhalten. Zu den Terminen bei der Gynäkologin gehst du meist in deren Praxis, dort werden auch die Ultraschalluntersuchungen
durchgeführt. Arbeitet deine Hebammme in einer Hebammenpraxis, finden diese Termine meist dort statt, ansonsten kommt die Hebamme zu dir nach Hause. Bei jedem Termin werden folgende Merkmale überprüft:

  • Lage und Größe deines Babys
  • Kindliche Herztöne
  • Wachstum der Gebärmutter
  • Blutdruck, Urin und Gewicht

Hebammen nehmen sich viel Zeit für dich und kümmern sich auch schon in der Schwangerschaft um dein Wohlbefinden und eventuelle Schwangerschaftsbeschwerden, wie Wassereinlagerungen, Sodbrennen, Rückenschmerzen oder ziehende Brüste. Deine Hebamme hat die nötige Expertise, um deine Schwangerschaftsbeschwerden in Griff zu bekommen, ob mit Akupunktur, homeopathischen Mitteln oder einer Ernährungsumstellung. Aber nicht nur physisch sondern auch psychisch gibt sie dir viel Halt: Der Stress in der Schwangerschaft kann zu Ängsten und Depressionen führen. Du kannst mit deiner Hebamme über all deine Sorgen und Bedenken sprechen und dich ihr voll und ganz anvertrauen.

Die Schwangerenvorsorge und Schwangerenbegleitung durch eine Hebamme beginnt mit dem positiven Schwangerschaftstest, spätestens in der 16. Schwangerschaftswoche, und geht neun Monate lang über deine komplette Schwangerschaft. Die Vorsorgetermine finden üblicherweise alle vier Wochen statt. Du gehst voraussichtlich zu insgesamt 3 Ultraschalluntersuchungen bei deiner Frauenärztin (was von der Krankenkasse bezahlt wird). Du solltest dich also schon frühzeitig auf Hebammensuche begeben.

Was macht eine Hebamme bei der Geburt?

Während der Geburt ist die Betreuung einer Hebamme ein Muss. Sie unterstützt dich bei der Verarbeitung deiner Wehen und achtet auf deine Atmung und Gebärpositionen. Hebammen wissen am besten, wie du diese wohl schmerzhafteste aber auch prägendste Erfahrung deines Lebens gut überstehst und kennt natürliche Mittel zur Schmerzlinderung wie Wärmebehandlungen oder Massagen. Sie hat immer ein Auge auf den Geburtsverlauf und überwacht die Herztöne deines Babys. Der fachliche Aspekt der Geburtshilfe einer Hebamme läuft überall ungefähr gleich ab. Du musst dich entscheiden, wo und auf welche Art dein Kind auf die Welt kommen soll. Lese als nächstes, welche Optionen du hast.

Geburt in der Klinik

Die Geburt in einer naheliegenden Klinik ist in Deutschland am weitesten verbreitet und hat den Vorteil, dass du dich vorher nicht um eine Hebamme für die Geburtshilfe kümmern musst. Du meldest dich wenn die Wehen eintreten bei der von dir ausgesuchten Klinik und gibst dort im Kreißsaal Bescheid, dass du dich jetzt zusammen mit deinem Geburtspartner auf den Weg machst. Deine Hebamme lernst du dann vor Ort kennen, weißt aber im Voraus nicht, wer das sein wird. Meist betreut eine Hebamme während ihrer Schicht mindestens zwei Frauen gleichzeitig. Zudem gibt es in der Klinik alle acht Stunden einen Schichtwechsel, d.h. es kann sein, dass während deiner Entbindung die betreuende Hebamme wechselt.

Beleggeburt

Bei einer Beleggeburt gibt es keinen Wechsel der Hebamme während der Entbindung. Die Beleghebamme bietet ihren Patientinnen ein Komplettpaket aus Vorsorge, Geburt und Wochenbettbetreuung an. Somit lernst du deine Hebamme schon während der Schwangerschaft kennen und baust Vertrauen auf, was sich sehr positiv auf die Geburt auswirkt. Sie kennt dich und deine Vorgeschichte und kann optimal auf deine Bedürfnisse eingehen. Die Beleghebamme mietet sich in einer Klinik einen Kreißsaal und bleibt dann für die komplette Dauer der Entbindung anwesend. Zudem muss sie keine anderen Frauen betreuen und kann sich voll auf dich konzentrieren. Wenn du an der Betreuung einer Beleghebamme interessiert bist, solltest du dich schon sehr früh auf Suche begeben, da solche Hebammen sehr schnell ausgebucht sind.

Geburtshausgeburt

Geburtshäuser werden von Hebammen organisiert und geleitet, und sind komplett unabhängig von großen Kliniken. Deshalb sind dort auch meist keine Ärzte angestellt. Bei Notfällen und Komplikationen kann aber schnell in eine Klinik verlegt werden. Wenn du einen unbedenklichen Schwangerschaftsverlauf ohne größere Risiken hattest und rundum gesund bist, spricht einer Geburt im Geburtshaus nicht entgegen. Wie bei Beleggeburten hast du auch bei einer Geburt im Geburtshaus den Vorteil einer exklusiven Betreuung derselben Hebamme über den kompletten Verlauf deiner Schwangerschaft über Vorsorge, Entbindung und Wochenbett. Hebammen arbeiten in Geburtshäusern oft in Teams und während der Geburt ist meist eine zweite Hebamme zur Unterstützung da.

Hausgeburt

Eine Hausgeburt ist für viele Familien, aber auch für Hebammen eine Herzensangelegenheit. In der gewohnten häuslichen Umgebung fließen vielen Studien zufolge die Geburtshormone (u.a. Oxytozin) signifikant besser. Die Atmosphäre ist einfach vertrauter und man kann als Gebärende besser loslassen. Auch bei Hausgeburten ist mindestens eine 1-zu-1 Betreuung gewährleistet, meist sind zwei Hebammen anwesend, die du schon von der Vorsorge kennst. Frauen mit einer Risikoschwangerschaft wird eine Hausgeburt abgeraten, bei gesundem Schwangerschaftsverlauf ist das zu Hause Gebären aber durchaus eine Option.

Kosten einer außerklinischen Geburt oder Beleggeburt

Bei Beleggeburten, Geburtshausgeburten und Hausgeburten steht deine Hebamme in den Wochen vor und nach deinem errechneten Geburtstermin ständig auf Abruf, hat also Rufbereitschaft. Für diese zusätzliche Belastung rechnen Hebammen eine Kostenpauschale ab, welche du selbst bezahlen musst. Viele Krankenkassen bezuschussen dies jedoch, es lohnt sich also, bei der Kasse nachzufragen.

Was macht eine Hebamme nach der Geburt in der Wochenbettbetreuung?

Die Zeit nach der Entbindung bezeichnet man als Wochenbett. Du fragst dich vielleicht: Warum brauche ich eine Hebamme nach der Geburt? Wie oft kommt die Hebamme während der Nachsorge? Wie lange kommt die Hebamme zu mir?

Nach deiner Geburt brauchst du deine Hebamme ganz besonders: Alles ist plötzlich neu und anders, du bist mit deinem Partner nicht mehr allein, sondern ihr seid für ein kleines neugeborenes Baby verantwortlich. Das fühlt sich ganz wunderbar an, kann aber auch überfordernd wirken. Hierfür ist deine Nachsorgehebamme da, die dich in den ersten zwölf Wochen nach der Geburt im Wochenbett zu Hause unterstützt und all deine Fragen beantwortet, die deine Gesundheit als Mutter sowie dein Baby betreffen.

Folgende Unterstützung erhältst du von deiner Nachsorgehebamme im Wochenbett

Beantwortung aller Fragen und Beratung der jungen Familie

Mit der neuen Situation nach der Geburt tauchen auf einmal viele Sorgen und Probleme auf, etwa wenn du dich im Umgang mit dem Säugling noch unsicher fühlst oder wenn du trotz aller Freude über das Baby plötzlich traurig und niedergeschlagen bist - auch der Baby-Blues genannt. Deine Hebamme ist hierbei eine verlässliche Stütze und kann dich auch bei psychischen Problemen nach der Entbindung (Wochenbettdepressionen) beraten. Auch bei der Entwicklung der Eltern-Kind-Beziehung und beim Zusammenwachsen der neuen Familie ist sie die perfekte Beraterin.

Rückbildung und Wundversorgung

Deine Hebamme weiß am besten, welche Belastungen deine Gebärmutter und vor allem dein Beckenboden während der Geburt ausgesetzt waren. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist, dich bei deiner Rückbildung zu unterstützen. Sie kümmert sich um die Wundheilung von eventuellen Dammriss- oder Dammschnittwunden oder Operationswunden bei einem Kaiserschnitt.

Die Nachsorgehebamme untersucht auch deinen Wochenfluss und überprüft, ob Farbe und Menge normal sind. Außerdem zeigt sie dir erste Übungen zur Wochenbettgymnastik, die den Rückbildungsprozess der Gebärmutter unterstützen.

Deine Hebamme kann dir geeignete Rückbildungskurse empfehlen. Diese Kurse dienen nicht nur der körperlichen Fitness, sondern können auch eine gute Anlaufstelle für den Kontakt und Austausch unter Müttern sein. Sie kann dich auch zum Thema Sexualität, Verhütung nach der Schwangerschaft, Fitness und Ernährung beraten.

Stillberatung

Stillen fordert die Mutter-Kind-Bindung zu deinem Baby. Muttermilch ist alles, was dein Baby in den ersten Wochen und Monaten zur Ernährung braucht. Deine Hebamme zeigt dir die besten Stillpositionen und Tricks, um wunde Brustwarzen, eine Brustdrüsenentzündung oder Milchstau in Griff zu bekommen. Zudem zeigt sie dir, wie du Muttermilch abpumpen oder, wenn sich die Stillschwierigkeiten nicht einstellen, durch Ersatznahrung das Stillen pausieren oder aufhören kannst.

Babypflege und Versorgung

Die Hebamme überprüft regelmäßig den Gesundheitszustand deines Babys und seine allgemeine Entwicklung wie z.Bsp. Trinkverhalten, seine Ausscheidungen sowie sein Gewicht. Außerdem schaut sie danach, ob der Nabel richtig abheilt. Sie zeigt dir, wie du dein Baby badest, trägst und wickelst. Auch bei Schlaf- oder Schreiproblemen kann sie dich optimal beraten.

Wie oft kommt die Hebamme zur Wochenbett-Betreuung?

In den ersten zehn Tagen kann deine Nachsorge-Hebamme täglich einen Hausbesuch bei dir machen, danach nach Absprache, meist alle 2-3 Tage, je nachdem wie du und deine kleine Familie Unterstützung brauchen. Nach ein paar Wochen reicht oft ein Hausbesuch im Monat. Insgesamt kannst du zusätzlich 16 Hebammentermine ab Tag 10 nach der Entbindung in Anspruch nehmen, bei ärztlicher Anordnung sogar noch mehr. Bei Bedarf können Beratungsgespräche bis zum Ende der Stillzeit vereinbart werden.

Wie finde ich eine Hebamme fürs Wochenbett?

Da viele Hebammen sehr begrenzte Kapazitäten haben, raten wir dir, so früh wie möglich mit deiner Hebammensuche zu beginnen. Am besten startest du gleich nachdem deine Schwangerschaft mit dem positiven Schwangerschaftstest feststeht. Wo findest du am schnellsten eine Hebamme für die Wochenbettbetreuung?

Die Midiaid Hebammensuche ist kostenlos und zeigt dir passende Hebammen in deiner Umgebung mit freien Kapazitäten an.

Zusatzleistungen deiner Hebamme

Viele Hebammen sind für zusätzliche Betreuungsangebote qualifiziert und bieten diese während der Schwangerenvorsorge oder im Wochenbett an. Oft werden diese Leistungen nicht oder nur teilweise von der Krankenkasse bezahlt, deshalb ist es sinnvoll, bei Interesse bei deiner Kasse nachzufragen. Unter anderem bieten viele Hebammen eine oder mehrere der folgenden Zusatzleistungen an:

  • Akupunktur
  • Babymassage
  • Ernährungsberatung
  • Babyschwimmen
  • Aromatherapie
  • Craniosacralbehandlung
  • Fußreflexzonenmassage
  • Homöopathie
  • Yoga für Schwangere
  • Kinesio-Taping

Familienhebammen

Familienhebammen sind durch eine spezielle Zusatzausbildung besonders qualifiziert, werdende Eltern in belastenden Situationen zu helfen. Eine Familienhebamme hilft im ersten Lebensjahr nach der Geburt bei der Betreuung des Babys und der ganzen jungen Familie und berät zu sozialen und organisatorischen Themen. Diese Leistung wird im Normalfall bei Bedarf von der Krankenkasse komplett bezahlt, muss aber gesondert beantragt werden.

Das Erstgespräch mit deiner Hebamme

Du hast deine Hebamme gefunden und triffst sie zum ersten Mal. Beim Erstgespräch mit deiner Hebamme geht es darum, euch gegenseitig kennenzulernen und ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen. Deine Beziehung zur Hebamme ist für den Verlauf deiner Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett essentiell, da sei deine wichtigste Ansprechperson in dieser Zeit ist. Wenn du während dem Erstgespräch spürst, dass deine Hebamme vielleicht nicht zu dir passt, solltest du sofort handlen und das ansprechen.

Wie bereite ich mich auf das Erstgespräch mit meiner Hebamme vor?

Informiere dich vorher über die verschiedenen Angebote und Leistungen einer Hebamme in der Schwangerenvorsorge, für die Geburtsvorbereitung, zur Geburtshilfe sowie während der Wochenbettbetreuung. Die Hebammenleistungen sind sehr verschieden, nicht alle Hebammen sind beispielsweise für alle Zusatzangebote qualifiziert.

Was muss ich zum Erstgespräch mit meiner Hebamme mitbringen?

Damit deine Hebamme deine Betreuung verbindlich buchen und abrechnen kann, benötigt sie deine Krankenversicherungskarte. Wenn du schon einen Mutterpass hast, solltest du diesen auch mitbringen.

Was fragt die Hebamme mich beim Erstgespräch?

Beim Erstgespräch will deine Hebamme alles über deine gesundheitliche Vorgeschichte und die deiner Familie erfahren. Wenn du schonmal schwanger warst und ein Kind zur Welt gebracht hast, wird sie dir Fragen über den Verlauf deiner bisherigen Schwangerschaften und Geburten stellen. Des weiteren wird sie dir erklären, welche Leistungen sie anbietet und dich fragen, für welche Angebote du dich interessierst.

Welche Kurse sind für mich sinnvoll?

Im Verlauf deiner Schwangerschaft, während dem Wochenbett und in der Zeit danach gibt es viele hilfreiche Kurse, in denen du lernst, dich auf die Geburt und die Zeit als Mama und junge Eltern vorzubereiten. Die Kurse werden oft von Hebammen organisiert und geleitet. Solche Kurse sind übrigens auch eine sehr gute Plattform, um andere Eltern kennenzulernen und sich mit anderen Mamas zu vernetzen.

Beliebte Hebammenkurse in der Schwangerschaft und im Wochenbett

Die beliebtesten Kurse, welche jede werdende Mama absolvieren sollte und auch von jeder Krankenkasse bezahlt werden, sind mindestens ein Geburtsvorbereitungskurs sowie der Rückbildungskurs nach der Geburt.

Was macht man in einem Geburtsvorbereitungskurs?

Im Geburtsvorbereitungskurs lernst du anhand von körperlichen und mentalen Übungen, mit deinen Unsicherheiten und Ängsten vor der Geburt besser umzugehen. Ziel ist, dich optimal über deine Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt zu informieren, damit du gestärkt und mit ganz viel Selbstvertrauen diese große Herausforderung meistern kannst. Dies gilt auch für deinen Partner, der im Geburtsvorbereitungskurs lernt, dich während der Geburt auf liebevolle und einfühlsame Art zu unterstützen.

Der Ablauf ist in etwa folgender:

  • Welche verschiedenen Geburtsphasen es gibt und wie du optimal deine Wehen verarbeitest
  • Dein Geburtspartner lernt, wie er dich in den Geburtsphasen optimal unterstützt
  • Du lernst verschiedene Entspannungstechniken, Atemtechniken und Massage zur Schmerzlinderung
  • Du übst die verschiedenen Geburtspositionen
  • Du erfährst, wie die Geburt der Plazenta abläuft und was in den ersten Stunden nach der Geburt passiert
  • Welche körperlichen und psychischen Veränderungen im Wochenbett passieren
  • Du lernst die wichtigsten Beckenbodenübungen, die du schon im Wochenbett machen kannst

Was macht man in einem Rückbildungskurs?

Das wichtigste Ziel des Rückbildungskurses ist, deinen Beckenboden, welcher bei der Entbindung einer enormen Belastung ausgesetzt wird, wieder zu stärken und kräftigen. Anhand von Rückbildungsgymnastik wird aber auch deine Rücken- und Bauchmuskulatur trainiert. Ziel ist zudem, deine sexuelle Empfindsamkeit nach der Geburt wiederherzustellen sowie Inkontinenz und Organsenkung vorzubeugen.

Der Ablauf des Rückbildungskurses ist in etwa folgender:

  • Wie ist der Beckenboden anatomisch aufgebaut und wie kannst du den Beckenboden gezielt wahrnehmen
  • Wie kannst du deinen Beckenboden sowie Unterbauch und Rückenmuskulatur gezielt kräftigen
  • Wie kannst du deine Bauchmuskulatur stabilisieren und trainineren
  • Wie du deine Rückenmuskulatur stärken, mobilisieren und dehnen kannst für eine aufrechte Haltung
  • Wie du deine Balance stärkst, dein Körperbewusstsein und deine Koordination verbesserst

Partnerkurse

Die meisten Geburtsvorbereitungskurse beinhalten auch Termine mit Geburtspartnern. Manche Geburtsvorbereitungskurse sind sogar speziell für Partner ausgerichtet. Wenn dein Partner beim Geburtsvorbereitungskurs mitmacht, steigert dies meist sein/ihr Wissen und Empfindsamkeit bei der Entbindung, was dir eine enorme Hilfe sein wird.

Üblicherweise müsst ihr die Partnergebühr für den Kurs selbst bezahlen, manche Krankenkassen übernehmen diese aber auch.

Wie finde ich Geburtsvorbereitungskurse oder Rückbildungskurse? Wo melde ich mich an?

Geburtsvorbereitungskurse und Rückbildungskurse werden in der Regel in Hebammenpraxen, Gesundheitszentren, Geburtshäusern und Kliniken angeboten. Melde dich frühzeitig zu den Kursen in deiner Nähe an, da diese oft schnell ausgebucht sind.

Online-Kurse

Vor allem zu COVID-19 Zeiten werden Online-Kurse, bei denen du nicht persönlich anwesend sein musst, immer beliebter. Oft sind dies aufgezeichnete Videos, du du dir auf dem Smartphone, Tablet oder Fernseher anschauen und mitmachen kannst. Der Vorteil ist, dass du das Video jederzeit stoppen und pausieren kannst. Der Nachteil ist, dass du deine Hebamme und auch die anderen Kursteilnehmerinnen nicht persönlich kennenlernst.

Weitere Info zu Online-Kursen

Betreuungsende mit deiner Hebamme

Die Betreuung deiner Hebamme endet meist am Ende der Wochenbettbetreuung, wenn dein Baby ca. 12 Wochen alt ist. Spätestens am Ende der Stillzeit zieht deine Hebamme weiter und es heißt Abschied nehmen - was aber nicht heißt, dass du deine Hebamme nie wieder siehst. Viele Familien haben noch Jahre später Kontakt mit ihrer Hebamme, da diese Beziehung meist sehr eng geworden ist.

Wie bedanke ich mich bei meiner Hebamme?

Es ist üblich, deiner Hebamme zum Abschied ein kleines Geschenk zu machen - das versteht sich eigentlich von selbst ;) Gute Ideen sind ein Blumenstrauß, einen Geschenkgutschein oder Süßes wie Pralinen. Zudem bekommt sowohl die Geburtshebamme als auch die Nachsorgehebamme meist die Babykarte als Andenken, welche dann entweder in der Klinik oder zuhause bei der Hebamme zur Galerie aufgehängt wird :)

Soll ich meine Hebamme meinen Freundinnen weiterempfehlen?

Mund-zu-Mund Propaganda ist immer noch die am besten bewährte Methode, wie Hebammen neue Betreuungen buchen. Empfehle deine Hebamme also gerne deinen Freunden und Bekannten weiter.

Kann/soll ich meine Hebamme online bewerten?

Wir bei Midiaid halten nichts davon, Hebammen zu bewerten. Aber du kannst sehr gerne unsere Online-Hebammensuche bewerten und weiterempfehlen, wenn du zufrieden warst.

Suchst du eine Hebamme?

Midiaid hilft dir, eine Hebamme innerhalb von Minuten zu finden. Kostenlos!